pfarrliche Termine Pfarre Stetteldorf am Wagram
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Fotos Pfarre Stetteldorf am Wagram
Fotos

Patronat der Pfarre zum Hl. Johannes in Stetteldorf

Porträt von Graf Johann Julius IV Adam von Hardegg, auf Glatz und im Machlande, Öl auf Leinwand, Erste Hälfte 18 Jhdt.
Porträt von Graf Johann Julius IV Adam von Hardegg
Gräfin Barbara von Hardegg (geb. Gräfin von Hohenfeld), Öl auf Leinwand, Erste Hälfte 18 Jhdt.
Porträt von Gräfin Barbara von Hardegg

Durch die Errichtung einer selbständigen Pfarre in Stetteldorf im Jahr 1330 hat diese neue Pfarre auch einen eigenen Patronatsherrn bekommen. Der Patron hatte das Recht die Vorstellung des Pfarrers an den Bischof. Der Bischof konnte keinen Pfarrer ernennen ohne Zustimmung des Patronatsherrn. Der Patron hatte auch sämtliche Ehrenfunktionen, Rechte und Privilegien, war aber andererseits auch zuständig für die materielle und finanzielle Erhaltung der Pfarrkirche. Im Jahre 1713 verwüstete ein großes Feuer das ganze Dorf. Nach diesem Ereignis hat Graf Johann Julius IV von Hardegg, auf Glatz und im Machlande den ganzen Markt samt Pfarrkirche und Pfarrhof auf eigene Kosten wieder aufgebaut. 

Bild vom Kupferstich Wappen der Grafen von Hardegg, 18. Jahrhundert
Wappen der Grafen von Hardegg
Bild vom Kupferstich Wappen der Herren von Stradiot
Wappen der Herren von Stradiot

Die Herren von Capellen waren Patronatsherrn von Stetteldorf von 1330 bis zum Aussterben der Familie im Jahre 1408. In diesem Jahr ist Eberhard III von Capellen verstorben und vererbte das Patronat von Stetteldorf an seine Schwester, Frau Wilburga von Dachsberg. Ihre Tochter Anna heiratete Rüdiger III von Starhemberg und so kam die Herrschaft Stetteldorf in den Besitz der Familie Starhemberg. Im Jahre 1582 kaufte Graf Julius II von Hardegg, auf Glatz und im Machlande den Markt Stetteldorf mit all seinen Rechten, Zehenten, Bergrecht, hohe und niedrige Rechtsprache und das Patronat von den Erben von Bartholomeus von Starhemberg. Er ließ 1582 das Schloss Juliusburg erbauen und machte Stetteldorf zum Wohnsitz der Familie Hardegg. Damit hatte der Markt Stetteldorf auch an Einfluss gewonnen.

Foto Frau Brigitte von Stradiot, Pfarrer Werner J.M. Grootaers de Budt, Gräfin Marie Therese von Hardegg, Herr Georg von Stradiot
v.l.n.r. Brigitte von Stradiot, Pfarrer Werner J.M. Grootaers de Budt, Gräfin Marie Therese von Hardegg, Georg von Stradiot

Im April 1945 fiel der letzte Fideikomissherr von Stetteldorf, Friedrich Graf von Hardegg. Seine Erben waren seine Schwestern und seine Witwe.

1978 kaufte Georg von Stradiot, Enkel der Gräfin Maria Enzenberg geborene Gräfin Hardegg von der Stetteldorfer Linie, eine ideelle Hälfte von Schloss und Gutsbesitz Stetteldorf, 1994 die zweite Hälfte. Als letzter Patronatsherr gab er 1995 Patronat und Vergebungsrecht der Pfarre wieder in erzbischöfliche Hände.